Unsere Meilensteine

1926
Am 14. Februar fährt Bernhard Häner mit einigen jungen Männern aus Saßmicke nach Neuenkleusheim zu einem Fastnachtsball. Dort spielt der Musikverein Neuenkleusheim zum Tanz. Auf dem Heimweg kommt Bernhard Häner auf den Gedanken, einen Musikverein zu gründen. Dieses macht er am 20. Februar in der Ortschaft Saßmicke bekannt und bittet alle Interessenten, sich am nächsten Tag, am Sonntag, dem 21. Februar, bei ihm einzufinden.

Gründer des Musikvereins

Bernhard Häner
Josef Hesse
Franz Hesse
Franz Baum
Fritz Fries
Heinrich Baum
Xaver Lixfeld
Josef Becker
Anton Hesse
Franz Schledorn
Peter Willmes
August Both
Peter Hesse
Albert Häner

Der erste Vorstand wird mit fogendem Ergebnis gewählt:

Vorsitzender Bernhard Häner
Schriftführer und Kassierer Franz Hesse
Beisitzer Franz Baum
Inventarverwalter Fritz Fries

Heinrich Reperich, Feuerwehrmusiker aus Olpe, stellt alte Instrumente zur Verfügung und übernimmt die Führung des Vereins. Der Musikverein zählt in den ersten Wochen bereits 28 Mitglieder. Der Wochenbeitrag beträgt 25 Pfennig. Im Juni bietet Heinrich Reperich die Instrumente zum Kauf an. Der Preis ist den Mitgliedern zu hoch. Reperich entzieht dem Verein daraufhin die Instrumente und legt die Führung nieder. Der Vorstand setzt sich mit dem Musikhaus Josef Köhler in Hagen in Verbindung. Man erklärt sich bereit, Instrumente auf Ratenzahlung zu liefern. Anton Hesse und Franz Hesse erwerben eigene Musikinstrumente. Durch die Anschaffung sind dem Verein Schulden entstanden. Es wird der Beschluß gefaßt, den Wochenbeitrag der Mitglieder auf 50 Pfennig zu erhöhen. Außerdem soll bis zur vollständigen Bezahlung an jedem letzten Sonntag im Monat 1,00 Mark entrichtet werden. Der Beitrag ist vielen Mitgliedern zu hoch. Eine Austrittswelle ist die Folge. Von den 28 Aktiven halten 11 Mitglieder dem Verein die Treue. Der geforderte Beitrag ist ein großes Opfer. Es herrscht große Arbeitslosigkeit, worunter besonders der Kreis Olpe schwer zu leiden hat. Das Jahr 1926 ist nach Zeitungsberichten das wirtschaftlich schlechteste Jahr seit 1875. Mit der Leitung des Vereins wird nun Josef Hesse, aktives Mitglied des Musikvereins Gerlingen, betraut. Übungslokal ist die Wohnung des Vorsitzenden. Zur Tilgung der Schulden wird eine Sammlung bei Freunden und Gönnern durchgeführt. Reinerlös 250,00 Mark. Bei der Durchführung eines Waldfestes kann ein Gewinn von 112,41 Mark erwirtschaftet werden. Eine Verlosung im Herbst erbringt 253,00 Mark. Anton und Franz Hesse erhalten nun die vorgelegten Gelder für ihre Instrumente zurück.

1927
Am Sonntag, dem 6. Februar, fährt Franz Hesse nach Hagen und kauft eine neue zweite Tuba. Vom Beul aus geht es mit Marschmusik ins Dorf. Peter Hesse (genannt „der lange Peter“) trägt stolz die neue Tuba vor der Musikkapelle her. Der erste öffentliche Auftritt ist die Fronleichnamsprozession in Olpe am 16. Juni. Damit geht der Wunsch von Pastor Hirschmann in Erfüllung, zur Gestaltung kirchlicher Feste in der Martinus-Pfarrei Olpe eine zweite Musikkapelle heranziehen zu können. Herr Pastor Hirschmann überreicht zur Anerkennung 50,00 Mark. Seither ist die Musikkapelle bis auf den heutigen Tag der Verschönerung kirchlicher Feiern der St. Martinus-Pfarrei treu geblieben. Am 18. Juni feiert Saßmicke Schützenfest. Zur Freude aller Dorfbewohner nimmt der Musikverein dieses Fest zum Anlaß, sein Können erstmalig unter Beweis zu stellen. Die Darbietungen vor eigenem Publikum werden ein voller Erfolg.

1928
Der Vorsitzende Bernhard Häner verkauft sein Anwesen und zieht nach Attendorn. Gleichzeitig legt er den Vorsitz nieder. Zu seinem Nachfolger wird der bisherige Beisitzer Franz Baum gewählt. Seine Liebe und Verbundenheit zum Verein geht so weit, daß er in seinem Wohnhaus eine Trennwand entfernt und den somit vergrößerten Raum als Übungslokal zur Verfügung stellt. Das Schützenfest am 21. und 22. Juli in Berlinghausen steht mit am Anfang zahlreicher öffentlicher Auftritte in den Folgejahren.

1930
Franz Baum tritt als Vorsitzender zurück, sein Nachfolger ist Anton Hesse. Zwischen dem Saßmicker Schützenverein und dem Musikverein kommt es auf dem Schützenfest zu einer handfesten Schlägerei. Der Musikverein wird des Platzes verwiesen. Dem Schützenfest fehlt nun die Festmusik.

1932
Am 5. Juni nimmt der Verein an der 50-Jahrfeier der Feuerwehrkapelle Olpe teil. Mehrere Mitglieder fahren am 18. September mit dem Fahrrad nach Hagen, um eine Zugposaune zu holen.

1933
Dirigent Josef Hesse tritt zurück. Seiner unermüdlichen Aufbauarbeit gilt die Anerkennung und der Dank aller Musiker, die seinen Rücktritt mit Bedauern zur Kenntnis nehmen. Sein Amt übernimmt der erst 21-jährige Johann Hesse, der seine musikalischen Fähigkeiten durch eine Schulung ergänzt. Johann Hesse ist nun für lange Jahre Dirigent und bringt den Verein auf ein hohes Niveau. Dirigent Zeugner, von der Feuerwehrkapelle Olpe, schult geraume Zeit unsere Musiker. Aus Kostengründen kann die Ausbildung jedoch nicht weitergeführt werden.

1935
Anton Hesse legt seinen Vorsitz nieder, Nachfolger ist Heinrich Hesse. Das Vereinsleben ist rege. Auftritte sowie Ausflüge und Familienfeiern stärken in den Folgejahren Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl. Der Musikverein Saßmicke wird von der Nationalsozialistischen-Betriebszellen-Organisation (NSBO) als Kreiskapelle bestimmt, mit der Auflage, alle Auftritte dieser Gruppe kostenlos zu begleiten.

1939
Im Frühjahr erhält der Verein seine erste Uniform. Die Gemeinde Olpe-Land gewährt eine Beihilfe von 300,00 Mark. Man ist stolz, nunmehr in einer Uniform auftreten zu können. Der Kriegsausbruch am 1. September beendet die erste Blütezeit des Vereins. Da bis auf 3 Mitglieder alle Musikkameraden zu den Waffen gerufen werden, kommt das Vereinsleben praktisch zum Erliegen. Nach dem Krieg kehren 6 Musiker nicht mehr zurück. Als Gefallene sind zu beklagen: Willi König, Willi Gummersbach, Alfred Rademacher und Emil Gummersbach. Vermißt sind Mitgründer Heinrich Baum sowie Paul Hesse. Sie werden unvergessen bleiben.

1945
Im Januar ergeht die Verfügung, die Uniform für das Militär abzugeben. Die beiden Vorstandsmitglieder Franz Hesse und Heinrich Hesse sowie Xaver Lixfeld zögern die Ablieferung der Uniformen hinaus, wodurch diese dem Verein erhalten bleiben. Eine Zugposaune wird beim Einmarsch der amerikanischen Besatzungstruppen im April von diesen entwendet.

1946
Dirigent Johann Hesse ruft zum Neubeginn auf und hält am 17. Januar die erste Übungsstunde ab. Viele Jugendliche treten dem Verein bei. Die Heranbildung des Nachwuchses durch den Dirigenten gedeiht so günstig, daß zu Sportfesten in Schönau und Hillmicke aufgespielt werden kann. 1. Vorsitzender ist weiterhin (seit 1935) Heinrich Hesse. Da Franz Baum die als Übungslokal zur Verfügung gestellten Räume seines Wohnhauses dringend für seine Familie benötigt wird zunächst in der Gastwirtschaft Arens und später im Wohnhaus des Anton Burghaus geprobt.

1947
Da auf Dauer kein geeignetes Übungslokal in Aussicht ist, wird der Bau eines eigenen Musikhauses beschlossen. Der Landwirt Albert Maiworm überläßt dem Verein einen Bauplatz. Der Grundstein wird am 19. Mai gelegt. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage gestaltet sich die Beschaffung von Baumaterial sehr schwierig. Die in Eigenleistung durchgeführten Bauarbeiten werden vorübergehend eingestellt.

1948
Franz Hesse legt seine Vorstandsposten nieder. Seit der Vereinsgründung hat er ununterbrochen 2 Vorstandsposten bekleidet. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wird Robert Burghaus gewählt. Neuer Schriftführer ist Paul Becker, neuer Kassierer Alfons Gummersbach. Dirigent Johann Hesse ist Beisitzer. Unter der Nr. 76 wird der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichts Olpe eingetragen. Die Bauarbeiten am Vereinshaus werden unter großen Mühen und Opfern fortgeführt. Das Richtfest wird am 30. Oktober im Wohnhaus des Anton Burghaus gefeiert. Endlich ist es soweit. Am 22. Dezember kann das neue Musikhaus bezogen und die erste Probe dort durchgeführt werden. Auf das geleistete Werk ist der Verein mit Recht sehr stolz.

1949
Johann Hesse, seit 1933 Dirigent, tritt zurück. Eine Kriegsverwundung an beiden Augen zwingt ihn, sein über all die Jahre mit hohem persönlichen Engagement erfülltes und erfolgreiches Werk in andere Hände zu legen. Sein Nachfolger ist der bisherige Schriftführer Paul Becker, der die Arbeit von Johann Hesse kontinuierlich fortsetzt und ausbaut. Zum neuen Schriftführer wird Franz Gummersbach gewählt.

1950
Robert Burghaus tritt als 2. Vorsitzender zurück. Sein Amt übernimmt der bisherige Beisitzer Johann Hesse. Der Vorstand wird erweitert. Stellvertretender Schriftführer ist nun Josef Rademacher und stellvertretender Kassierer Paul Rademacher. Beisitzer sind Paul Becker, Werner Fries und Heinrich Häner. Erstmals wirken wir auf dem Olper Schützenfest mit.

1951
Heinrich Hesse legt den Vorsitz nieder. Er hat den Verein in den schwierigen Kriegsjahren geführt. Unter seinem Vorsitz wurde der Bau des Musikhauses verwirklicht. Seinen Posten übernimmt der verdienstvolle, langjährige Dirigent und bisherige 2. Vorsitzende Johann Hesse. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernimmt Herbert Häner. Stellvertretender Kassierer wird Meinolf Baum. Die 25-Jahrfeier wird in bescheidenem Rahmen im Februar gefeiert. Einen Rückblick über bewegte Jahre gibt der Schriftführer der ersten Stunde, Franz Hesse. Ortsvorsteher Heinrich Rademacher übermittelt die Glückwünsche der Gemeinde in einer Festansprache. Auf Anordnung des Bezirks-Feuerwehr-Inspekteurs aus Arnsberg ist es dem Verein verboten, die feuerwehrähnlichen Uniformen in ihrer bisherigen Aufmachung zu tragen. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt Olpe wird die Paspelierung in den Schwalbennestern der Uniformjacken geändert. Zahlreiche Auftritte zu den verschiedensten Anlässen prägen in diesem Jahr das Musikleben. Zu erwähnen ist die Teilnahme am Musikfest in Gerlingen.

1952
Der Landwirt Albert Maiworm verkauft sein Anwesen aus gesundheitlichen Gründen und zieht nach Würzburg. Er wird mit einem Ständchen verabschiedet. Johann Friedrichs, aus Immenhausen bei Meschede, dessen Besitz der neuen Hennetalsperre weichen muß, übernimmt den Hof. Der Verein nimmt am Musikfest in Heggen teil.

1953
Im Juni fährt der Bus, der uns zum Schützenfest nach Pernze-Wiedenest bringen soll, in Olpe in einen Senkschacht und verliert ein Rad. Mit gebrochener Achse ist die Fahrt zunächst einmal beendet. Bis zur Ankunft eines Ersatzfahrzeuges vergeht viel Zeit. Mit erheblicher Verspätung trifft man in Pernze ein. Viele Instrumente sind durch die starke Erschütterung beschädigt und nicht mehr einsatzfähig. Das Musikhaus Dörre aus Bergneustadt stellt uns freundlicherweise neue Instrumente zur Verfügung, damit wir unseren musikalischen Verpflichtungen auf dem Fest nachkommen können. Auch in diesem Jahr besuchen wir wieder ein Musikfest und zwar in Altenhof.

1954
2. Vorsitzender Herbert Häner gibt sein Amt auf. Nachfolger ist Heinrich Becker. Der Schriftführer Franz Gummersbach tritt ebenfalls zurück. seinen Posten übernimmt Hermann Burghaus. Werner Fries scheidet als Beisitzer aus, sein Nachfolger ist Walter Baum. Im Sommer erhält der Verein eine neue Uniform.

1955
Unter der Leitung von Paul Becker wird im Februar in der Grevenbrücker Schützenhalle ein Konzert aufgeführt. In einem großen Bus mit Anhänger begleiten uns viele Saßmicker und spenden reichlich Beifall. Wir übernehmen die musikalische Gestaltung auf 6 Schützenfesten. Zusammen mit der Paderborner Reiterkapelle wirken wir im Olper Schützenzug mit. Seit Jahren spielen wir die Prozessionen auf Agatha-, Dreifaltigkeit, Fronleichnam und Rochus in Olpe sowie die Prozession von Saßmicke zur Dörnschlade. Den Marienheide-Wallfahrern bereiten wir oberhalb des Dorfes einen festlichen Empfang. Nach dem Krieg wurden die Pilger auf dem Weg nach Marienheide von uns sogar einige Jahre bis nach Wegeringhausen und von dort wieder zurück nach Saßmicke begleitet. Die Instrumente wurden bei den Schwiegereltern des Dirigenten Johann Hesse in Wegeringhausen deponiert und auf dem Rückweg am Sonntag wieder in Empfang genommen. Am 13. August stirbt der Gründer und erste Vorsitzende des Vereins, Bernhard Häner, der in Büren beigesetzt wird. Der Vorsitzende Johann Hesse und der Schriftführer Franz Hesse geben ihm das letzte Geleit und legen an seinem Grab einen Kranz nieder. Der neue Schullehrer Bernhard Wiesner wird am letzten Sonntag vor Weihnachten mit einem Ständchen begrüßt.

1956
Aus Anlaß des 30-jährigen Bestehens findet am 11. Februar eine interne Feier statt, an der die noch lebenden Gründer teilnehmen. Zahlreiche Musikkameraden werden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

1957
Der 1. Vorsitzende und frühere Dirigent Johann Hesse stellt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Für seine geleistete Arbeit wird ihm aufrichtig gedankt. Kurzfristig übernimmt Paul Rademacher den Vorsitz. Man bittet Johann Hesse, doch den Posten des zweiten Vorsitzenden anzunehmen. Er willigt ein. Josef Rademacher, bisher stellvertretender Schriftführer, gibt sein Amt auf. Nachfolger wird Alfons Bechheim. Im Spätherbst wird Heinrich Hesse, ein Neffe des früheren, gleichnamigen 1. Vorsitzenden, mit dem Vereinsvorsitz betraut.

1958
Zahlreiche öffentliche Auftritte prägen das Vereinsleben. Unter anderem gestalten wir bei 6 Schützenfesten den musikalischen Teil.

1959
Aus beruflichen Gründen legt Paul Becker den Dirigentenstab nieder. Er hat seit 1949 in verdienstvoller Arbeit das musikalische Können des Vereins auf ein beachtlich hohes Niveau geführt. Sein Posten wird von Schriftführer Hermann Burghaus übernommen, der schon seit dem Vorjahr als Übungsstundenleiter fungiert und gute musikalische Fähigkeiten besitzt. Hermann Burghaus baut sein Können durch eine Schulung aus.

1960
Alfons Gummersbach tritt als Kassierer zurück. Nachfolger ist Meinolf Baum. Peter Hesse wird zum 2. Beisitzer gewählt. Erstmalig musizieren wir auf den Schützenfesten mit moderner Tanzbesetzung. Josef Lahme, den neuen Schullehrer, heißen wir mit einem Ständchen willkommen. Das Richtfest der neuen Volksschule wird ebenfalls vom Musikverein musikalisch umrahmt.

1961
Der Verein erhält eine neue Uniform, die erstmals zum Schützenfest in Oberelspe getragen wird. Zur 650-Jahrfeier der Stadt Olpe und dem dort stattfindenden Bundesschützenfest treten wir mit zahlreichen auswärtigen Vereinen auf. Um Mitternacht wird der „Große Zapfenstreich“ gespielt. Ein weiterer Höhepunkt ist erstmals die musikalische Gestaltung der „Fliegenkirmes“ in Bamenohl. Am 28. Oktober stirbt der Mitgründer unseres Vereins, Franz Schledorn. Eine Abordnung begleitet ihn auf seinem letzten Weg und legt an seinem Grab einen Kranz nieder.

1962
Dirigent Hermann Burghaus stellt seinen zusätzlichen Posten als Schriftführer zur Verfügung. Johann Hesse erklärt sich bereit, diese Aufgabe neben dem Amt des 2. Vorsitzenden zu übernehmen. Der Reigen von Festen und Anlässen, die wir musikalisch umrahmen, ist beachtlich. Am 1. Ostertag spielen wir oberhalb des Dorfes einige Osterlieder und erfreuen traditionsgemäß seit vielen Jahren auf unserem Patronatsfest am 16. Mai die Dorfbewohner mit einem Platzkonzert vor der Gastwirtschaft Arens. Wir wirken bei der Einweihung der neuen Schule sowie beim Richtfest der Kapellenerweiterung in Saßmicke mit und bestreiten am 15. und 16. September den musikalischen Teil des Bundesschützentreffens des Oberbergischen Kreises in Valbert.

1963
Der 2. Vorsitzende Johann Hesse tritt zurück, Nachfolger ist Robert Burghaus. 1. Beisitzer ist satzungsgemäß der Kapellmeister. Der 3. Beisitzer, Alfons Gummersbach, scheidet aus dem Vorstand aus. Sein Nachfolger wird Tonis Tillmann. Die Vereinsarbeit macht weitere Fortschritte. Zu erwähnen ist die Teilnahme am Freundschaftsspielen anläßlich des 50-jährigen Bestehens des Musikvereins Heid sowie die Gestaltung einer KAB-Kundgebung in Olpe.

1964
Bei zahlreichen erwähnenswerten Veranstaltungen spielt der Musikverein auf:

  • Teilnahme am Freundschaftsspiel beim 40-jährigen Vereinsjubiläum des Musikvereins „Hoffnung“ Hünsborn.
  • Teilnahme am Freundschaftsspiel beim 75-jährigen Vereinsjubiläum der Feuerwehrkapelle Iseringhausen.
  • Erstmalige Gestaltung des Attendorner Schützenfestes.
  • Schützenfest in Sondern, zum letzten Mal im alten Dorf.
  • Musikalische Umrahmung der KAB-Kundgebung am 10. und 11. Oktober in Paderborn. Bei dieser Großveranstaltung sind u.a. der Ministerpräsident Dr. Franz Meyers und der Bundesminister Krone anwesend.

Erstmals unternimmt der Musikverein einen zweitägigen Ausflug nach Rüdesheim.

1965
Im Januar stirbt unser erster Dirigent Josef Hesse. Mit der gesamten Kapelle nehmen wir an der Beerdigung teil. Ein Erlebnis ist wieder die musikalische Gestaltung einer KAB-Großkundgebung. Diesmal findet sie unter Teilnahme zahlreicher Ehrengäste in der vollbesetzten Dortmunder Westfalenhalle vor 20.000 Menschen statt. Wir wirken bei der Einweihung der Fatimakapelle in Saßmicke mit. Zusammen mit unserem Schützenverein nehmen wir am Bundesschützenfest in Olpe teil. Wir übernehmen wieder die Festmusik auf dem Schützenfest in Sondern, das erstmalig im neuen Dorf stattfindet. Im Herbst besucht Altbundeskanzler Dr. Konrad Adenauer die Stadt Olpe. Die Kundgebung in der Stadthalle wird von uns musikalisch umrahmt.

1966
Im Vorstand geben mehrere Mitglieder ihre Ämter auf. Zu neuen Vorstandsmitgliedern werden gewählt:

2. Vorsitzender Siegfried Fries
Schriftführer Klaus Hesse
3. Beisitzer Manfred Uelhoff

Aufgrund 32-jähriger Vorstandstätigkeit wird Johann Hesse zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Der Musikverein befindet sich im 40-jährigen Jubiläumsjahr. Die Vorbereitungen für ein Musikfest gehen zügig voran und am 7. und 8. Mai findet im festlich geschmückten Saßmicke das Jubiläumsfest statt. Die Teilnahme zahlreicher befreundeter Nachbarvereine gibt dem Festverlauf einen würdigen Rahmen. Das Jubiläumskonzert und die Tanzmusik an beiden Tagen wird von der Rheinischen Bauernkapelle Siegburg in hervorragender Weise gestaltet. Zahlreiche Ehrengäste von Kirche, Gemeindevertretung und Verwaltung beglückwünschen den Jubelverein. Als Männer der ersten Stunde werden für 40-jährige Mitgliedschaft folgende Musikkameraden geehrt: Franz Hesse, Franz Baum, Fritz Fries, Josef Becker, Xaver Lixfeld, Anton Hesse, Peter Hesse, Albert Häner sowie die noch aktiven Mitglieder Johann Hesse und Heinrich Becker. Zusammen mit dem Musikverein Gerlingen und dem Tambourcorps Wenden wird der „Große Zapfenstreich“ aufgeführt. Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal gedenken wir der Gefallenen, Vermißten und Verstorbenen des Vereins. Beide Festtage verlaufen bei ausgezeichneten Musikdarbietungen der Gastvereine harmonisch. Erstmals findet eine Prozession zur Fatimakapelle statt. Die Prozession löst die wegen der Gefährlichkeit des Weges eingestellte Wallfahrt zur Dörnschlade ab.

1967
Meinolf Baum legt seinen Posten als Kassierer nieder. Sein Nachfolger wird Manfred Uelhoff. Ein unvergeßliches Erlebnis für alle wird die Frankreichfahrt der Musiker mit einigen „Schlachtenbummlern“. Gemeinsam mit den Siegburger Stadtsoldaten gestalten wir in friderizianischen Uniformen ein mehrtägiges Weinfest in Nogent sur Marne, einem Vorort von Paris. Beim Festzug werden wir mit einem wahren Konfettiregen überschüttet. Laut Pariser Zeitungen sind 500.000 Menschen auf den Beinen. Unter dem Eiffelturm werden ebenfalls einige Stücke von uns zum Besten gegeben. Klar, daß ein ausgedehnter Paris-Bummel bei Nacht nicht fehlen darf. Bei der Heimkehr werden wir von den Dorfbewohnern aus Saßmicke begeistert empfangen. Ein Fußballspiel auf dem Kreuzberg, zwischen der Spielvereinigung Olpe und dem Bundesligisten Borussia Dortmund wird von uns musikalisch umrahmt.

1968
Wegen kurzfristiger Verpachtung unseres Musikhauses an ein Industrieunternehmen finden die Übungsstunden in einem Raum der Volksschule statt. Grund: Die Landesregierung NRW hat beschlossen, den Schulbetrieb in Saßmicke einzustellen und das Schulgebäude an eben dieses Unternehmen zu verpachten. Da jedoch aufgrund einer Ausnahmeregelung noch in einem der Schulräume der Schulbetrieb durchgeführt wird, weicht dieses Unternehmen mit unserer Billigung vorübergehend ins Musikhaus aus. Der Verein legt sich seine vierte neue Uniform zu.

1969
Manfred Uelhoff tritt als Kassier zurück. Nachfolger ist Gerd Uelhoff. 2. Beisitzer wird Karl Friedrichs, 3. Beisitzer Johannes Friedrichs. Eine Veranstaltung in Olpe mit Bundeskanzler Dr. Kiesinger wird von uns musikalisch umrahmt. Ein schwerer Schatten fällt auf unser Vereinsleben, als auf dem Nachhauseweg vom ersten Dahler Schützenfesttag ein PKW in eine Musikergruppe rast und einige Musikkameraden erheblich verletzt. Für unseren Posaunisten Günter Maiworm kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt an den Folgen dieses tragischen Ünglücksfalles auf dem Weg ins Krankenhaus und wird unter großer Anteilnahme zahlreicher Musik- und Schützenvereine zu Grabe getragen. Wir werden ihn nicht vergessen. Für Alfons Bechheim und Johannes Friedrichs erweisen sich die Verletzungen so schwerwiegend, daß sie lange Wochen im Krankenhaus auf ihre Genesung hoffen. Gerd Uelhoff und Bernhard Friedrichs erlitten leichte Verletzungen. In uneigennütziger und großzügiger Weise übernimmt der Musikverein Gerlingen die musikalische Gestaltung des zweiten Schützenfesttages in Dahl.

1970
Ein erfolgreiches Jahr, bei dem wir u.a. am Freundschaftsspiel des Musikfestes in Ottfingen teilnehmen. Der Verkehrsverein Olpe hat uns für dieses Jahr und die kommenden Jahre zu Platzkonzerten verpflichtet. Das Musikhaus erhält einen neuen Fußboden, Aluminiumtüren, neue Fenster und eine Elektroheizung. Wir geben den vorübergehend benutzten Proberaum in der Schule auf und ziehen Anfang Juni in unser renoviertes Musikhaus. Im August stirbt der Gründer Albert Häner. Mit einer Abordnung begleiten wir ihn zur letzten Ruhestätte und legen an seinem Grab einen Kranz nieder.

1971
Höhepunkt unserer musikalischen Darbietungen ist die Gestaltung des Attendorner Schützenfestes, bei dem wir am Samstagabend den „Großen Zapfenstreich“ aufführen.

1972
Siegfried Fries gibt das Amt des 2. Vorsitzenden auf. Nachfolger wird Karl Friedrichs. Den Posten des 2. Beisitzers übernimmt Paul Hesse. Neben vielen Anläßen, die wir musikalisch umrahmen, ragen die Schützenfeste Attendorn und erstmalig Altenhundem besonders heraus. Unserem Erzbischof und Ehrenbürger der Stadt Olpe, Lorenz Kardinal Jäger, bringen wir im Auftrag der Stadt Olpe ein Ständchen zum Namenstag, für das er sich mit herzlichen Worten bedankt. Auch anläßlich einer CDU-Wahlkundgebung in der Olper Stadthalle, mit Dr. Rainer Barzel, kommt unsere Musik gut an.

1973
Wir geleiten den verstorbenen Ortsvorsteher und früheren Bürgermeister der Gemeinde Olpe-Land, Heinrich Rademacher, zur letzten Ruhestätte. Auf den Musikfesten Ennest und Altenhof beteiligen wir uns am Freundschaftsspiel. Im Oktober besucht der Erzbischof Lorenz Kardinal Jäger unsere Kirche. Mit einem Ständchen wird er von uns begrüßt.

1974
Ein gutes Jahr, in dem wir bei vielen Festen und Feiern durch unsere musikalischen Darbietungen guten Anklang und viel Beifall finden.

1975
Der 1. Vorsitzende Heinrich Hesse tritt zurück. Er hat in vorbildlicher Weise 18 Jahre unseren Verein geleitet. Insgesamt gehörte er 21 Jahre dem Vorstand an. Klaus Hesse gibt das Amt des Schriftführers auf. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern wird vom Verein für die geleistete Arbeit gedankt.
Die Neuwahl des Vorstandes bringt folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender Paul Hesse
2. Vorsitzender Karl Friedrichs
Schriftführer Gerd Uelhoff
Kassierer Rolf Hesse
1. Beisitzer Dirigent Hermann Burghaus
2. Beisitzer Heinrich Hesse
3. Beisitzer Johannes Friedrichs

Der Reigen musikalischer Auftritte umfaßt Feste in vielen Orten im Kreis Olpe sowie ein Platzkonzert im Auftrag der Stadt Dortmund auf dem Theatervorplatz. Zum sechsten Mal in Folge begleiten wir den Karnevalszug in Frechen. Die Glockenweihe in Dahl, am 16. März, wird von uns musikalisch mitgestaltet. Auf dem Olper Schützenfest tragen wir erstmals eine neue Uniform. Ein sportliches Ereignis ist das Fußballspiel des Musikvereins gegen den Vorstand des St.-Sebastianus-Schützenvereins Olpe. Es endet 3 : 0 für den Musikverein

1976
50 Jahre sind nun seit der Gründung des Musikvereins vergangen. Am 11. und 12. September wird das 50-jährige Bestehen durch ein Musikfest gebührend gefeiert. Auftakt des Jubiläumsfestes ist die Teilnahme an einer Life-Sendung des Westdeutschen Rundfunks „Guten Abend mit Musik“ im großen Saal des Rathauses in Geisweid am Freitagabend. Unter der Leitung unseres Kapellmeisters Hermann Burghaus geben wir einige volkstümliche Stücke zum Besten. Erstmals in der Vereinsgeschichte sind wir im Rundfunk zu hören. Am Samstag, dem offiziellen Beginn des Musikfestes, kann der 1. Vorsitzende Paul Hesse folgende Ehrengäste herzlich begrüßen: Pastor Müller, Dechant Kurze, Landrat Limper, Bürgermeister der Stadt Olpe und Schirmherr unseres Festes Alfred Enders, Stadtdirektor Dr. Elbers, CDU Bundestagskandidat Willi Weißkirch, Vorsitzender des Verkehrsvereins Günter Ohm, stellvertretender Landesvorsitzender des Deutschen Volksmusikerbundes Egon Grundhoff und viele andere. Zahlreiche befreundete Schützen- und Musikvereine gratulieren dem Verein. Besonders freuen wir uns, daß die Gründer Xaver Lixfeld, Franz Baum, Fritz Fries, Anton Hesse, Franz Hesse, Peter Hesse und Peter Willmes dieses Jubelfest noch miterleben können. Aus gesundheitlichen Gründen kann Josef Becker nicht anwesend sein. Für 50-jährige Mitgliedschaft werden Heinrich Hesse, Johann Hesse und Heinrich Becker durch den 1. Vorsitzenden geehrt. Viele aktive Mitglieder bekommen vom Landesvorsitzenden des Deutschen Volksmusikerbundes Ehrennadeln für 10, 20 und 30 Jahre Mitgliedschaft. Johann Hesse erhält für 50-jährige aktive Mitgliedschaft den Bundesehrenbrief mit Ehrennadel in Gold. Hermann Burghaus wird für 30-jährige aktive Mitgliedschaft und 18-jährige Dirigententätigkeit mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Heinrich Hesse war 18 Jahre Vorsitzender. Er bekommt einen Ehrenteller überreicht. Mit einem Festgottesdienst, musikalisch umrahmt vom Männergesangverein Rüblinghausen, gedenkt man der lebenden und verstorbenen Mitglieder des Musikvereins. Am Ehrenmal legt der Vorsitzende für die Gefallenen und Vermißten einen Kranz nieder. Das Jubiläumskonzert wird von der Blaskapelle Dürscheid, die Tanzmusik, wie bereits auf dem Jubiläumsfest 1966, von der Rheinischen Bauernkapelle Siegburg in hervorragender Weise ausgeführt. Auch die Darbietungen der Gastvereine werden mit viel Beifall belohnt. Gerne wird man sich später an dieses gelungene Fest erinnern. Im Jubiläumsjahr kann nun auch der Anbau des Musikhauses verwirklicht werden. Die bisherigen Platzverhältnisse reichten – nicht zuletzt durch die stattliche Anzahl von Nachwuchsmusikern – bei weitem nicht mehr aus. Unser gesamtes Inventar mußte bisher im Übungsraum untergebracht werden, da keine anderen Räume zur Verfügung standen. Dieses störte die Probenarbeit erheblich. Der Probenraum wird vergrößert, ein separater Raum für das Inventar geschaffen und die alte Toilette durch eine neue sanitäre Anlage ersetzt. Außerdem wird noch eine kleine Küche mit Theke eingerichtet. Unsere Vereinsfeiern können nun im Musikhaus stattfinden. Seit 1966 begleiten wir die Dorfbewohner zur Fatimakapelle. Von Herrn Pastor Müller eingeführt wird in diesem Jahr vor der Kapelle erstmals eine HL. Messe mit sakramentalem Segen gefeiert. Von dort geht die Sakraments-Prozession zur Kirche. Der Verein tritt dem Deutschen Volksmusikerbund bei.

1977
Der Olper Automobilclub begeht die Einweihung eines neuen Verkehrsübungsplatzes auf der Griesemert. Wir tragen musikalisch zum guten Gelingen bei. Unsere Darbietungen auf zahlreichen Schützenfesten und bei Platzkonzerten, etc. kommen beim Publikum gut an. Im Oktober spendet Weihbischof Scheele in Saßmicke das Sakrament der Firmung. Anschließend erfreuen wir ihn mit einem Ständchen.

1978
Rolf Hesse gibt das Amt des Kassierers auf. Seinen Posten übernimmt Leo Tolksdorf. Nachfolger des bisherigen 2. Beisitzers Heinrich Hesse ist Klaus Hesse. Neben mehreren Schützenfesten wirken wir auf dem Kreismusikfest des Deutschen Volksmusikerbundes, Kreisverband Olpe, in Altenhof sowie auf einem Musikfest in Bilstein mit. Bei der Rathauseinweihung in Olpe geben wir im Auftrag des Verkehrsvereins ein Platzkonzert. Ein dreitägiger Ausflug nach Holm an der Ostsee bleibt uns in guter Erinnerung. Am 24. September stirbt Franz Baum, Gründer und ehemaliger Vorsitzender des Musikvereins. Wir begleiten ihn mit der gesamten Kapelle auf dem Weg zur letzten Ruhestätte.

1979
Aus gesundheitlichen Gründen legt Paul Hesse das Amt des 1. Vorsitzenden nieder. Dem scheidenden Vorsitzenden wird für die geleistete Arbeit gedankt. Nachfolger ist Klaus Hesse. Jürgen Burghaus übernimmt den Posten des 2. Beisitzers. Im April nehmen wir an einem Kritikspiel unter den Mitgliedsvereinen des Deutschen Volksmusikerbundes, Kreisverband Olpe, teil. Vorzutragen ist jeweils ein Pflichtstück und ein Selbstwahlstück. Unter den Wertungsrichtern befindet sich der bekannte Militärmusiker Friedrich Deisenroth. Unser Musikverein erhält einen „I. Rang mit Auszeichnung“. In besonders guter Erinnerung bleibt uns das Attendorner Schützenfest, wo wir erstmals auf einem Tonträger verewigt werden. Im Beisein des Komponisten Georg Rüssmann spielen wir als Uraufführung unter der Leitung unseres Kapellmeisters Hermann Burghaus den Attendorner Fanfarenmarsch und zusammen mit dem Männergesangverein „Cäcilia“ den Attendorner Schützenmarsch. Auch das Schützenhochamt am Sonntagmorgen wird mitgeschnitten und auf Tonträger aufgenommen. Im Oktober stirbt der Gründer, erste Schriftführer und Kassierer, Franz Hesse. Die Beerdigung findet am 29. 10. statt. Der Musikverein gibt ihm das letzte Geleit. Anläßlich der Firmung in der Martinuspfarrei Olpe kommt Weihbischof Nordhues im November zu einem kurzen Besuch nach Saßmicke. Der Musikverein bringt ihm ein Ständchen.

1980
Neben mehreren Schützenfesten nehmen wir am Kreismusikfest des Deutschen Volksmusikerbundes, Kreisverband Olpe, in Elspe, am Bundesschützenfest des Oberbergischen Schützenbundes in Wildberg sowie an einer CDU-Landtagswahlveranstaltung mit Prof. Kurt Biedenkopf auf dem Marktplatz in Olpe teil. Das Frühschoppenkonzert anläßlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Olpe auf der Bleichewiese wird von uns übernommen. Einige Jungmusiker besuchen erfolgreich einen Lehrgang des Deutschen Volksmusikerbundes auf der Burg Bilstein. Es sterben zwei unserer Gründer. Am 3. Juli Fritz Fries und am 18. September Josef Becker. Mit der gesamten Kapelle begleiten wir sie zur letzten Ruhestätte.

1981
Jürgen Burghaus scheidet als 2. Beisitzer aus dem Vorstand aus. Nachfolger wird Hans-Jürgen Maiworm. Viele musikalische Auftritte sind zu bewältigen und fordern den Einsatz der Mitglieder. Erstmals spielen wir das Schützenfest in Kirchhundem. Wie alljährlich sorgen Vereinsfeiern und eine Wanderung für Harmonie im Vereinsleben.

1982
Peter Willmes, ein Gründer unseres Vereins, stirbt im Februar. Eine Abordnung begleitet ihn auf seinem letzen Weg. Mehrere Auftritte sind, wie in jedem Jahr, kirchlicher Natur. So begleiten wir schon viele Jahre die Prozessionen in Olpe, die Prozession zur Fatimakapelle in Saßmicke, die Kinder am Weißen Sonntag zur Kirche und den St. Johannes Schützenverein am Volkstrauertag zum Ehrenmal. Den Marienheide-Wallfahrern bereiten wir einen feierlichen Empfang, begleiten Martinszüge, spielen am Heiligabend Weihnachtslieder im Dorf und geben der Christmesse am 1. Weihnachtstag einen feierlichen Rahmen.

1983
Im Februar stirbt der Gründer und ehemalige Vorsitzende Anton Hesse, im Juli der langjährige frühere Vorsitzende Heinrich Hesse. Beide begleiten wir zur letzten Ruhestätte. Eine Rundfunk-Life-Sendung des WDR Köln über das Thema „Das Dorf und die Autobahnbrücke“ wird von uns musikalisch umrahmt. Der Musikverein startet zu einem mehrtägigen Ausflug nach Berlin. Beeindruckend ist die Fahrt über die innerdeutsche Grenze durch die DDR. Die Stadtrundfahrt, zu den schönsten und bedeutensten Sehenswürdigkeiten Berlins, bleibt unvergessen.

1984
Der langjährige und verdienstvolle Kapellmeister Hermann Burghaus legt den Dirigentenstab nieder. Hermann Burghaus leitete 25 Jahre die Kapelle und gehörte 30 Jahre dem Vorstand an. Er hat den Verein auf ein hohes Niveau geführt und ihn weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt gemacht. Er wird von den Mitgliedern zum Ehrendirigent ernannt. Sein Nachfolger, Paul Klose aus Kirchhundem, ist Berufsmusiker beim Orchester Hungaria in Marl und leitet schon seit Ende letzten Jahres die Proben des Musikvereins Saßmicke. Neuer 1. Beisitzer wird Willi Friedrichs, neuer 3. Beisitzer Heinz-Georg Uelhoff. Zu Ehren des scheidenden Dirigenten gibt der Musikverein am 30. April in der Dorfgemeinschaftshalle Dahl ein Konzert. Viele Gäste und befreundete Schützenvereine folgten unserer Einladung. Den ersten Teil des Konzertes dirigiert Her-mann Burghaus, der zweite Teil wird von Paul Klose übernommen. Dieses Konzert ist ein würdiger Abschied für Hermann Burghaus in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle. Beide Dirigenten werden mit viel Beifall bedacht und der Abend bleibt uns in guter Erinnerung. Neben zahlreichen anderen Veranstaltungen wirken wir auf den Musikfesten Hillmicke, Ottfingen und Sondern mit, gestalten einen Frühschoppen anläßlich der 300-Jahrfeier der Kapelle Rüblinghausen und spielen bei einem Dorffest in der Nähe von Wittlich.

1985
Aus Anlaß des 675-jährigen Bestehens des St. Sebastianus-Schützenvereins Olpe wird eine Schallplatte, mit traditionellen und zu bestimmten Anlässen auf dem Olper Schützenfest gespielten Musikstücken, herausgebracht. Wir sind, neben einigen anderen Kapellen, als Interpreten auf dieser Platte zu hören. Am 30. April geben wir wieder ein erfolgreiches Frühlingskonzert in der Dorfgemeinschaftshalle Dahl.

1986
Xaver Lixfeld, ein Gründer des Vereins, stirbt im Februar. Wir erweisen ihm mit der gesamten Kapelle die letzte Ehre. Der Musikverein feiert sein 60-jähriges Bestehen. Mit einer Abendmesse für die Lebenden und Verstorbenen des Vereins, von uns musikalisch umrahmt und einer anschließenden Feier im Musikhaus wird das Jubiläum gebührend begangen. Die Vorführung der auf den Musikfesten 1966 und 1976 gedrehten Filme runden diesen gelungenen Abend ab. Man hatte beschlossen, anstatt eines Musikfestes im Jubiläumsjahr ein Konzert zu geben. Dieses wird im Spätherbst in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle durchgeführt. Viele Ehrengäste und Schützenvereine sind erschienen. Der letzte noch lebende Vereinsgründer, Peter Hesse, wird vom 1. Vorsitzenden Klaus Hesse besonders begrüßt. Im Juni besucht Weihbischof Consbruch anläßlich der Firmung in St. Martinus Olpe auch unsere Kirche. Er freut sich über ein Ständchen unseres Musikvereins. Ein Jubiläum hat auch der St. Sebastianus-Schützenverein Olpe. Er feiert sein 675-jähriges Bestehen. Der Musikverein ist, wie alljährlich am 3. Wochenende im Juli, zur Stelle. Beeindruckend ist das Zusammenspiel von ca. 280 Musikern auf dem Schützenplatz unter der Leitung von Oberstleutnant Georg Czerner vom Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz. Ein dreitägiger Vereinsausflug steht wieder unter dem Motto „Berlin ist eine Reise wert“.

1987
Leo Tolksdorf gibt das Amt des Kassierers auf. Nachfolger wird Jürgen Burghaus. Guido Butzkamm löst Hans-Jürgen Maiworm als 2. Beisitzer ab. Neuer 3. Beisitzer für Heinz-Georg Uelhoff ist Hermann-Josef Stahl. Unter der Leitung von Ralf Burghaus spielt die neugegründete Egerlandbesetzung zum erstenmal bei einem Dorffest in Sendschotten auf. Eine Biggesee-Schiffsrundfahrt aller Schützenvorstände des Sauerländer Schützenbundes wird von uns musikalisch begleitet.

1988
Der 1. Vorsitzende Klaus Hesse tritt zurück. Nachfolger wird Gerd Uelhoff, der dem scheidenden Vorsitzenden für seine Arbeit dankt. Klaus Hesse gehörte insgesamt 19 Jahre dem Vorstand an, davon 9 Jahre als 1. Vorsitzender. Die Nachfolge von Gerd Uelhoff als Schriftführer tritt Manfred Uelhoff an. Johannes Jenne löst den bisherigen 3. Beisitzer Hermann-Josef Stahl ab. Auf dem Musikfest in Heid marschieren wir mit einer neuen Uniform. Ein Jubiläum besonderer Art begeht unser Kapellmeister Paul Klose. Anläßlich seines 30-jährigen Dirigentenjubiläums gestalten wir zusammen mit dem Musikverein Grevenbrück einen Konzertabend in der Grevenbrücker Schützenhalle. Stargast ist der durch Funk und Fernsehen bekannte Solotrompeter Walter Scholz, den Paul Klose durch den gemeinsamen Besuch der Musikschule in Hilchenbach kennt. Das Konzert findet in der bis auf den letzten Platz gefüllten Schützenhalle großen Anklang.

1989
Im März stirbt Johann Hesse, langjähriger Vorsitzender, Kapellmeister und Ehrenvorsitzender. Im gleichen Monat der ehemalige Dirigent Paul Becker. Mit der gesamten Kapelle geleiten wir sie zur letzten Ruhestätte. Wir nehmen am 40-jährigen Bestehen des Tambourcorps des St. Sebastianus-Schützenvereins Olpe teil und wirken beim historischen Festzug anläßlich der 500-Jahr-Feier der Ortschaft Dahl-Friedrichsthal mit. Zusammen mit dem Chor der Heilig-Geist-Kirche Olpe wird in unserer Kirche ein Adventkonzert veranstaltet.

1990
Heinrich Hesse wird aufgrund 21-jähriger Vorstandstätigkeit (davon 18 Jahre als 1. Vorsitzender) zum neuen Ehrenvorsitzenden ernannt. Die seit längerer Zeit geplante Renovierung des Proberaums kann verwirklicht werden. Wieder nimmt der Verein an zahlreichen Veranstaltungen teil:

  • Jubiläumsfest des Musikvereins Rehringhausen und des Schützenvereins Berlinghausen.
  • Platzkonzert bei der Einweihungsfeier des restaurierten und unter Denkmalschutz gestellten Backhauses in Saßmicke.
  • Im Auftrag der Stadt Olpe musikalische Umrahmung der Wiedervereinigunsfeier der Bundesrepublik Deutschland auf dem Marktplatz in Olpe.

Auch die Egerlandbesetzung des Vereins hat eine Vielzahl von Auftritten zu absolvieren und spielt auf Waldfesten, Dorffesten und beim Treffen der Fünfergemeinschaft der Schützenvereine.

1991
Zum erstenmal übernehmen wir die Festmusik auf dem Schützenfest im oberbergischen Müllenbach. Im November stirbt Peter Hesse, der letzte noch lebende Gründer des Vereins. In Begleitung unserer Musikkapelle wird er zu Grabe getragen.

1992
Der Kassierer Jürgen Burghaus tritt zurück. Sein Nachfolger ist Johannes Jenne. Das Amt des 3. Beisitzers übernimmt Frank Hesse. Zusammen mit der Musikschule Olpe wird im Musikhaus eine Nachwuchswerbeveranstaltung durchgeführt. Lehrer der Musikschule stellen interessierten Jugendlichen die Instrumente vor. Die Uniform-Schirmmütze hat ausgedient. Auf dem Altenhundemer Schützenfest tragen wir erstmals Baretts. In besonderer Erinnerung bleibt das Schützenfest in Kirchhundem. Am 9. August klettert die Quecksilbersäule auf fast 40 Grad. Der Rundfunk meldet den heißesten Tag seit 1860.

1993
Der St.-Matthäus-Schützenverein Rüblinghausen feiert sein 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsfest wird von uns bereits am Freitagabend mit einem Konzert und dem „Großen Zapfenstreich“ feierlich eröffnet. Auch an den folgenden beiden Tagen tragen wir musikalisch zum guten Gelingen des Festes bei. 25 Jahre besteht der Chor der Heilig-Geist-Kirche Olpe. Eine Bläsergruppe des Vereins begleitet den Chor bei einer Hl. Messe. Anschließend spielt die Egerlandbesetzung zum Frühschoppen auf.

1994
Sandra Jankowski, Christian Bittner und Johannes Koj holen erste Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Unser Musikhaus wird an das Kanalnetz angeschlossen. Erstmals übernehmen wir die Festmusik auf dem Schützenfest in Garbeck bei Balve. In der örtlichen Presse war zu lesen: „Schützenfest endete mit Rekordbesuch“, „Musikverein Saßmicke wurde mit Lob überschüttet“ sowie „Verpflichtung des Musikvereins Saßmicke erwies sich als ein Glücksgriff“.

1995
Karl Friedrichs legt sein Amt als 2. Vorsitzender nach 23 Jahren nieder. Insgesamt gehörte er dem Vorstand 26 Jahre an. Sein Nachfolger ist Guido Butzkamm. Johannes Jenne übergibt den Posten des Kassierers an Frank Hesse. Neuer 2. Beisitzer wird Ulrich Koj, neuer 3. Beisitzer Edgar Maiworm. Zusammen mit dem Gemischten Chor Dahl/Friedrichsthal veranstalten wir in der Dorfgemeinschaftshalle Dahl ein Frühlingskonzert. Der Besucherstrom ist so groß, daß zusätzlich noch Stühle herbeigeschafft werden müssen. Zum 150. Mal pilgern die Saßmicker nach Marienheide. Wir begleiten die Wallfahrer dort vom Ortseingang zur Wallfahrtskirche, spielen die Hl. Messe und bereiten den Pilgern anderntags, wie alljährich, in Saßmicke einen gebührenden Empfang. Die Egerlandbesetzung spielt auf dem Schützenfest in Scheiderwald.

1996
Der 1. Beisitzer Willi Friedrichs tritt zurück. Nachfolger ist Gerold Hesse. Erstmals, und mit neuer Uniform, gestalten wir am 13. Januar ein anspruchvolles Konzert anläßlich des Olper Schützenballs. Nach der Polonaise, die vom Königspaar Christoph und Petra Lütticke angeführt wird, kommen wir um mehrere Zugaben nicht herum und werden mit viel Beifall belohnt. Für die Renovierung der Kirche in Kirchhundem ist der Erlös eines Konzertes, das am 21. April in der Schützenhalle Kirchhundem zusammen mit dem dortigen Männerchor stattfindet. Wir beteiligen uns an den Musikfesten Oberelspe und Garbeck. Im Juni spendet Weihbischof Consbruch in Saßmicke das Sakrament der Firmung. Der Gottesdienst wird musikalisch von uns umrahmt. Auch bei der Einweihung der neuen Friedhofskapelle, am 16. Juni, sind wir zur Stelle. Der Musikverein ist am 21. Februar 70 Jahre alt geworden. Grund genug, um dieses Jubiläum würdig zu begehen. In einem Gottesdienst am 3. November, der von uns musikalisch begleitet wird, gedenken wir der lebenden und verstorbenen Mitglieder des Musikvereins. Anschließend werden alle aktiven und passiven Mitglieder zu einem Umtrunk ins Musikhaus eingeladen. So manche Anekdote aus früheren Zeiten trägt zur guten Stimmung bei. Die zuletzt lehrstehende ehemalige Saßmicker Schule bekommt einen neuen Zweck. Der integrative Laurentius-Kindergarten mit zwei heilpädagogischen Gruppen und einer Regelkindergruppe öffnet seine Pforten. Die Einweihung am 1. Dezember gestaltet der Musikverein Saßmicke feierlich mit.

1997
Im April nehmen wir am Musikfest in Schönhothausen teil. Ein Frühlingskonzert im Mai, zusammen mit dem Gemischten Chor Dahl/Friedrichsthal, in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle, findet wieder großen Anklang. Abordnungen vieler befreundeter Schützenvereine sind anwesend. Auf den Schützenfesten in Olpe und Rahrbach werden wir während der Festzüge vom Regen überrascht und „nass bis auf die Kochen“. Die Musikfreunde des Musikvereins Rahrbach stellten uns frische Hemden zur Verfügung. Unterhalb des Musikhauses wird eine Trockenmauer in Eigenleistung erstellt und gleichzeitig das Fundament unseres Vereinshauses durch eine Betonmauer abgefangen. Ein Uniformschrank und zwei weitere Notenschränke werden angeschafft.

1998
Bei der Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses Ende März in Saßmicke spielen wir einen Choral und einige Märsche. Nach dreijähriger Pause übernehmen wir wieder die musikalische Gestaltung auf dem Schützenfest in Rüblinghausen. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Drolshagen feiert sein 100-jähriges Bestehen. Neben zahlreichen anderen Kapellen nehmen auch wir am Musikfest teil. Erstmals spielt der Musikverein am Heiligen Abend, statt wie bisher an mehreren Orten im Dorf, in der Dorfmitte, vor der Kirche einige weihnachtliche Konzertstücke und Weihnachtslieder. 12 neue Tische für das Musikhaus werden angeschafft.

1999
Das Jahr beginnt mit der Verabschiedung unseres Kapellmeisters Paul Klose. Nach 15 Jahren legt er den Taktstock nieder. Er war ein guter Repräsentant unseres Vereins und verlässt ihn auf eigenen Wunsch. Unvergessen bleibt das Konzert zum 30-jährigen Dirigentenjubiläum von Paul Klose mit Startrompeter Walter Scholz, sowie die gelungenen Frühlingskonzerte in der Dorfgemeinschaftshalle in Dahl und natürlich das Konzert auf dem Olper Schützenball unter seiner Leitung. Den Takt gibt nun Ralf Burghaus an. Ralf Burghaus ist ein Eigengewächs und ist seit 1976 als Flötist aktives Mitglied unseres Vereins. 1985 machte er sein Hobby zum Beruf und ging 2 Jahre zum Heeresmusikkorps 100 nach Münster. Anschließend war er 4 Jahre beim Ausbildungsmusikkorps in Hilden und danach 6 Jahre (bis 1997) beim Marinemusikkorps Nordsee in Wilhelmshaven. Der Schriftführer Manfred Uelhoff tritt zurück. Er war insgesamt 14 Jahre Vorstandsmitglied. Der Vorsitzende dankt ihm für seinen Einsatz. Nachfolgerin wird Diana Grebe. Der neue Kapellmeister wird als 1. Beisitzer in den Vorstand aufgenommen. Der 2. Beisitzer (stellv. Schriftführer) Ulrich Koj tritt ebenfalls zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige 1. Beisitzer Gerold Hesse. Die Egerlandbesetzung fliegt im März mit insgesamt 10 Musikern und 2 Schlachtenbummlern auf die Philippinen, um dort das jährlich staatfindende Stadtfest in Mayantoc musikalisch mitzugestalten. (siehe sep. Bericht). Zusammen mit dem gemischten Chor Dahl-Friedrichsthal veranstalten wir wieder ein Frühlingskonzert in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle. Beim Stadtmusikfest in Olpe, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Tambourcorps Olpe sowie beim Musikfest in Hünsborn (75-jähriges Bestehen) dürfen wir natürlich nicht fehlen. 5 Schützenfeste werden von uns musikalisch mitgestaltet. Die Egerlandbesetzung spielt auf dem Schützenfest in Netphen-Irmgarteichen und nach 6-jähriger Pause wieder auf dem Oktoberfest in Eichen. Anstelle eines Dorffestes wird erstmals ein Oktoberfest zusammen mit dem Schützenverein ausgerichtet. Bei zünftiger Musik unserer Egerlandbesetzung, original Oktoberfestbier, Schweinshaxe mit Sauerkraut sowie Bierkrugstämmen findet das Fest bei den Dorfbewohnern guten Anklang.

Ausflug vom 18. – 27.03.1999 auf die Philippinen
-Original Saßmicker Blasmusik-

Ein langersehnter Wunsch unseres aktiven Mitglieds Jojit Jose war es, einmal gemeinsam mit seinen Musikkameraden in seiner Heimat den Philippinen zu musizieren. Das Wochenende zum 19.03.1999 erwies sich als der idealste Reisetermin, zum einen hat der Musikverein in dieser Zeit keine öffentliche Verpflichtungen zum anderen findet an diesem Wochenende die traditionelle Town Fiesta von Mayantoc dem Heimatort von Jojit Jose statt. Dieses Stadtfest sollte Ziel unseres musikalischen Auftritts werden, indem wir dort ein kleines Konzert geben. Auch die Big ‘J Band, mit der wir einige Kontakte pflegen, sollte auf dieser Reise besucht werden um sie auch einmal persönlich kennen zu lernen. Einige von uns nicht mehr benötigte Instrumente haben wir dieser Band schon zur Verfügung gestellt. Die Reiseplanungen zeigten sich zu Anfang recht schwierig, unerwartet verstarb der Vater von Jojit Jose der auch schon einige Vorbereitungen für unsere Reise gemacht hatte und dessen Familie natürlich auch unser Ziel sein sollte. Jojit Jose flog natürlich sofort nach Hause auf die Philippinen um seiner Familie in den schweren Stunden des Abschieds nah zu sein. Ob Jojit schon im März wieder bereit sein würde mit uns dort hin zu reisen war zunächst einmal ungewiß. Jedoch ohne Jojit wäre eine solche Reise undenkbar, denn ohne ihn wäre unser eigentliches Ziel verloren. So wurden zunächst einmal alle Vorbereitungen auf Eis gelegt, um mit Jojit nach dessen Rückkehr weiter zu beraten wie wir weiter vorgehen sollen. Schon beim ersten Gespräch nach seiner Rückkehr sagte er zu, im März die Reise mit uns noch einmal zu unternehmen. Die Flugtickets waren rasch organisiert und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. So trafen wir uns (wir waren folgende Personen : Alfons Bechheim, Andreas Bechheim, Guido Butzkamm, Johannes Friedrichs, Willi Friedrichs, Dieter Hesse, Frank Hesse, Jojit Jose, Gerd Uelhoff , Manfred Uelhoff, Rainer Jürgens, Olaf Becker) am Donnerstag den 18.03.1999 um 17:30 vor dem Vereinslokal in Saßmicke um mit einem Bus zunächst einmal zum Flughafen in Frankfurt zu fahren. Nachdem wir unsere Instrumente und Koffer eingecheckt hatten ging es pünktlich um 21:45 mit dem Lufthansaflug LH 750 (Boeing 747-400) non stop nach Manila der Philippinischen Hauptstadt.

Freitag 19.03.99

Am Freitag den 19.03.99 landeten wir planmäßig um 16:50 auf dem Flughafen Manila. Verwandte von Jojit Jose, unter anderem auch dessen Bruder, erwarteten uns bereits. Eigens für uns wurde ein Polizist der PNP (Philippine National Police) als VIP Security Service für die gesamte Reisezeit abgestellt, der Name Sheriff hatte sich mit seinem Einverständnis schnell eingebürgert. Anschließend fuhren wir gemeinsam mit teilweise selbstgebauten Jeepney’s nach Mayantoc. Beinahe jede Tankstelle mußte angefahren werden, um den Durst durch die staubige Fahrt und dem äußerst heißem Klima zu begegnen. Nach sieben Stunden abenteuerlicher Fahrt erreichten wir gegen 1:00 Mayantoc. Auf dem dort stattfindenden Stadtfest wurden wir schon erwartet und sehr herzlich vom stellvertretenden Bürgermeister begrüßt. Bei soviel Gastfreundschaft die uns dort entgegengebracht wurde waren alle Anstrengungen und Strapazen der langen Reise vergessen. Um 6:00 morgens machten wir uns schließlich auf den Weg ins Hotel Jackson in der Stadt Tarlac, das nach fast einstündiger Fahrt erreicht wurde. Nach einem kleinem Frühstück wurde die Nachtruhe eingeleutet.

Samstag 20.03.99

14:00 Abfahrt zu Jojits Haus und dessen Familie, die uns schon mit dem Mittagessen auf uns wartete. Anschließend haben wir dann einige Musikstücke zum Vortrag gebracht. Unsere Musik wurde von den Zuhörern mit viel Beifall bedacht. Sehr schnell hatte sich unsere Anwesenheit herumgesprochen und zahlreiche Nachbarn gesellten sich zu uns. Die Musiker der Big ‘J Band waren inzwischen eingetroffen um uns auch musikalisch zu begrüßen. Besonders Stücke wie der Klarinetten Muckl im original Philippinen Rhythmus waren für uns eine ganz besondere Freude. Eine große Marschtrommel hatten wir als Gastgeschenk mitgebracht, die wir den Musikern übergeben haben. Es wurde einheitlich festgestellt, daß die Instrumente die wir der Big ‘J Band schon in der Vergangenheit überlassen hatten, wie z.B. die Tuba von Willi Friederichs, würdige Nachfolger gefunden haben. 17:30 Sound check auf dem Festplatz in Mayantoc 18:00 Beginn unseres Konzerts Musikstücke wie die Polkas “ Prager Leben; Pfeffer und Salz “ wurden von uns vor mehreren hundert Zuhörern aufgeführt. Viele nette Worte der Freundschaft wurden während des Konzerts zwischen den Veranstaltern (stellvertretenden Bürgermeister) Hr.Recto S.Tomas und unserem ersten Vorsitzenden Hr. Gerd Uelhoff gewechselt. Als kleines Präsent überreichte Gerd Uelhoff der Bürgermeisterin Fr. Julie P. Icmat ein Vereinsbild des Musikvereins. Die Überraschung war uns sichtlich gelungen und sie versprach einen würdigen Platz im Rathaus zu finden. Das Konzert wurde mit einigen Märschen wie “Preußens Gloria “ unter viel Beifall beendet. Das Festkomitee lud uns anschließend zum gemeinsamen Feiern in einen auf dem Festplatz befindlichen Pavillon ein. Musikalisch wurde der weitere Abend von zwei, abwechselnd voneinander spielenden Big Bands gestaltet. In ungeahnter Perfektion kam meist moderne Popmusik zum Vortrag. Wir verlebten einen kurzweiligen Abend, der uns allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Sonntag 21.03.99

Baden im Südchinesischem Meer war angesagt. Nach ca. 2h Fahrt erreichten wir den Lingayen Beach. Ein kilometerlanger, fast menschenleerer Sandstrand mit einigen kleinen Strandhäusern, wurde uns geboten. Ein Strandhaus war schnell häuslich hergerichtet und die Basis für einem schönen Tag war geschaffen. Der Sandstrand hatte sich so sehr von der Sonne erwärmt, daß er ohne Schuhe nicht begehbar war. Bei einem Bad in fast 30°C warmen Wasser blieb die ersehnte Abkühlung natürlich aus, aber dennoch war es für alle ein riesiges Vergnügen. Spielende Kinder am Strand registrierten unsere Anwesenheit mit einem verlegenem Lachen – sie hatten wohl noch nie so weiße, wohlgeformte Körper gesehen.

Montag 22.03.99

Besichtigung einer Reismühle in Nambalan Da sich beinahe die gesamte philippinische Landwirtschaft auf den Reisanbau spezialisiert hat lag es natürlich nah, Reisfelder und eine Reismühle zu besichtigen. Das Dorf Nambalan, das ausschließlich vom Reisanbau lebt, war Ziel unseres Ausflugs. Die Familie von Rosalina Jose geb. Bueno (Ehefrau von Jojit) betreibt eine Reismühle in Nambalan, wo die gesamte Reisproduktion des Dorfes gemahlen wird. Der beste Gehilfe bei der Reisernte ist der Wasserbüffel, im knietiefem Wasser verrichten diese Tiere ihre Arbeit – eine wahre Knochenarbeit für Mensch und Tier. Die Familie Bueno lud uns im Anschluß der Besichtigung zum Essen ein. Getränke hatten wir schon in ausreichender Menge mitgenommen. Unsere Anwesenheit hatte sich im Dorf wie ein Lauffeuer ausgebreitet und sehr schnell entwickelte sich aus einer kleinen Feier ein Dorffest. Getränke, sowie ein Basketballkorb mit entsprechendem Ball, wurden für die Kinder von uns beschafft und es herrschte eine tolle Stimmung. Selbst die Paramilitärs aus den Wäldern Nambalans ließen Frieden einkehren und gesellten sich zu uns. Im Laufe des Abends überreichte die Dorflehrerin unserem Vorsitzenden Gerd Uelhoff ein Gesuch für eine Spende die für die Renovierung der Schule verwendet werden soll. Bei Stockfisch, Reis und kühlem Bier erlebten wir einen geselligen Tag.

Dienstag 23.03.99

Besuch der Big ‘J Band in Camilling. Jojit Joses Geburtsort Camilling liegt ca. 10 km von Mayantoc entfernt. Auch die Big ‘J Band,in Camilling beheimatet, ist das Ziel unserer heutigen Reise. Trotz sprachlicher Barrieren war es erstaunlich wie schnell es gelang, diese zu meistern. Vielleicht lag es auch daran, daß alle Musiker, egal welcher Nationalität, die gleiche Sprache sprechen. – Die Noten waren zumindest die gleichen. Einige Musikstücke haben wir gemeinsam aufgeführt und schon nach einigen wenigen Takten stellte sich eine wunderschöne Harmonie ein. So verlebten wir einen erlebnisreichen Tag, der wie alle anderen Tage zuvor, viel zu schnell vorüber ging.

Mittwoch 24.03.99

Baden im Südchinesischem Meer war wieder angesagt. Da es uns in Lingayen schon einmal gut gefallen hatte, wurde dieser Strand wieder Ziel unseres Ausflugs.

Donnerstag 25.03.99

Der Tag des Abschiednehmens war angebrochen. Unser erstes Ziel war wiederum die Big ‘J Band in Camilling. Ein großer Wunsch von Jojit Jose war es, einmal mit seinen deutschen Freunden zum Abschied am Grab seines erst kürzlich verstorbenen Vaters zu musizieren. Es war selbstverständlich eine ehrenvolle Aufgabe diesen Wunsch zu erfüllen. Wir nahmen nicht wie bei uns üblich vor dem Grab, sondern direkt oberhalb der Grabstätte Aufstellung. Zur Aufführung kamen die Choräle “ Tochter Zion “ – “ Ich hat einen Kameraden “ und zum Schluß der Marsch “ Frei weg “. Die anwesenden Familienmitglieder waren sehr bewegt, aber auch uns war es alles andere als wohl. Als letztes Highlight stand der Empfang im Rathaus von Mayantoc auf dem Programm. Für diesen Nachmittag wurden alle Angestellten vom Dienst befreit, um sich im großen Ratssaal zu versammeln. Wir nahmen Aufstellung im Ratssaal und führten einige Musikstücke auf. Zu der Anfangs recht scheuen und distanzierten Gesellschaft war der Kontakt schnell hergestellt und sie erfreuten sich sichtlich an unserer Musik. Die Bürgermeisterin Fr. Julie P. Icmat sprach einige nette Worte und überreichte uns als Zeichen des Dankes eine Urkunde. Ein Gesuch mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für ein Feriendorfprojekt wurde unserem Vorsitzenden Gerd Uelhoff überreicht. Gerd Uelhoff bedankte sich noch einmal für die entgegengebrachte Gastfreundschaft und versprach diesen Besuch evtl. noch einmal in zwei oder drei Jahren zu wiederholen. Gerd Uelhoffs Worte wurden von Jojit übersetzt und von den Anwesenden mit viel Beifall bedacht. Abschließend gab es noch ein kleines Fotoshooting zum Andenken und wir verabschiedeten uns. Wir kehrten am Rückweg noch einmal in Jojits Haus ein, um uns auch von seiner Familie zu verabschieden.

Freitag 26.03.99

Tag der Heimfahrt Gegen 10:00 trafen die Jeepney’s für den Transfer zum Flughafen ein, der nach einigen kleinen Verschnaufpausen um 16:00 erreicht wurde. Die letzen Stunden bis zum Abflug um 23:25 verbrachten wir im Flughafenrestaurant. Planmäßig setzte sich der Lufthansa Jumbo Richtung Frankfurt in Bewegung.

Samstag 27.03.99

Ankunft in Frankfurt Pünktlich um 06:05 landeten wir auf dem Frankfurter Flughafen. Ein Kleinbus des Hünsborner Reiseunternehmers Halbe erwartete uns dort schon. Vorsorglich hatte der Fahrer schon genügend Krombacher Pils gebunkert, um uns schon langsam wieder an heimische Kost zu gewöhnen. Zur großen Überraschung hatten unsere Frauen ein Willkommensfrühstück in unserem Vereinslokal angerichtet. Sichtliche Erleichterung war unseren Frauen ins Gesicht geschrieben, daß Ihre Lieben wohlbehalten von einer sicher nicht alltäglichen Reise zurückgekehrt sind.

 

2000
Der 1. Vorsitzende Gerd Uelhoff tritt zurück. Der zweite Vorsitzende Guido Butzkamm dankt ihm für die geleistete Arbeit und langjährige gute Zusammenarbeit. Gerd Uelhoff war 31 Jahre im Vorstand des Musikvereins tätig, davon 12 Jahre als 1. Vorsitzender. Sein Nachfolger wird Edgar Maiworm. Neuer 2. Beisitzer (stellv. Schriftführer) ist Christina Schlimm, neuer 3. Beisitzer (stellv. Kassierer) Gerold Hesse. Das Konzert des Musikvereins am 16. Mai (Patronatsfest) findet zum ersten Mal vor der Kirche statt. Die Egerlandbesetzung spielt beim abendlichen Festakt zum 80-jährigen Bestehen des MGV Berlinghausen. Am Kreismusikfest in Hillmicke zum 50-jährigen bestehen der „Seemannskapelle“ nehmen wir teil. Auf Grund der guten Resonanz im Vorjahr wird wieder ein Oktoberfest gefeiert.

2001
Das Jahr steht ganz im Zeichen unseres 75-jährigen Bestehens. Ein Festausschuss wird gegründet dem neben dem gesamten Vorstand folgende Personen angehören: Ortsvorsteherin Irmhild Ebbert, Herbert Becker, Willi Grebe, Manfred und Gerd Uelhoff. Am Jahresanfang nimmt der Musikverein erstmals in der Vereinsgeschichte eine CD mit dem Titel „Jubiläumsklänge“ in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle auf. Im März findet in der St. Johanneskirche Saßmicke eine Gründungsmesse statt, die von uns und dem MGV Schönau-Altenwenden musikalisch mitgestaltet wird. Danach sind alle aktiven und passiven Mitglieder mit Frauen, der MGV Schönau-Altenwenden sowie einige Gönner des Vereins in das Dorfgemeinschaftshaus in Saßmicke eingeladen. Dort wird die neue CD erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Anlässlich unseres 75. Geburtstages geben wir im April in der Stadthalle Olpe ein Jubiläumskonzert. Der 1. Vorsitzende Edgar Maiworm kann viele geladene Gäste, Abordnungen befreundeter Schützenvereine sowie die Ortsvorsteher von Dahl und Saßmicke begrüßen. Das Konzert war ein voller Erfolg und wir wurden mit reichlich Beifall belohnt. Und schließlich nach vielen, vielen Stunden arbeitsintensiver Vorbereitung, findet vom 14. bis 16. September unser eigentliches Jubiläumsfest im Rahmen eines Musikfestes statt. Überschattet wird das Musikfest durch die Terroranschläge am 11. September auf das World Trade Center in New York. Der Festausschuss stellt Überlegungen an, das Musikfest komplett abzusagen. Letztendlich entscheidet man sich dafür, das Fest auszuführen. Jedoch werden einige Änderungen vorgenommen. An jedem Tag wird der Toten des Terroranschlages in einer Schweigeminute gedacht. Das Jubiläumsfest beginnt am Freitag mit einem Umzug durch das Dorf an dem auch befreundete Schützenvereine teilnehmen. Auf dem sich anschließenden Kommersabend, musikalisch von uns gestaltet, hält der Schirmherr des Festes, Bürgermeister der Stadt Olpe, Horst Müller, aufgrund der Ereignisse in New York eine verkürzte Eröffnungsansprache. Zahlreiche Vertreter von befreundeten Schützenvereinen überbringen ihre Glückwünsche. Der 1. Vorsitzende des Deutschen Volksmusikerbundes, Kreisverband Olpe, Herbert Tillmann, ehrt viele verdiente aktive Mitglieder. Beendet wird der erste Tag mit einem Zapfenstreich in der Dorfmitte, ausgeführt vom Musikverein Saßmicke, Leitung Ralf Burghaus und dem Tambourcorps Olpe, Leitung Heinz Heider. Auf das ursprünglich geplante Feuerwerk wird wegen der traurigen Ereignisse in New York verzichtet. Der am Samstag, dem 2. Tag unseres Jubiläumsfestes geplante Umzug fällt leider wegen schlechter Witterung aus. Die befreundeten Musikvereine treten direkt am Festzelt an. Anschließend beginnen, nach der Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden Edgar Maiworm, die Konzertvorträge der Musikvereine. Für das Festkonzert am Abend konnte die Meggener Knappenkapelle unter der Leitung von Gisbert Reich verpflichtet werden. Die Festbesucher sind von der Leistung der Musiker aus dem Raum Lennestadt beeindruckt. Die Knappenkapelle wird mit viel Beifall bedacht. Im Anschluss daran spielt die Tanzcombo der Meggener bis in die späten Abendstunden. Der Sonntag, letzter Tag des Jubiläumswochenendes, beginnt mit einer HL. Messe, gestaltet von der Meggener Knappenkapelle und dem gemischten Chor Dahl-Friedrichsthal. Anschließend gedenken wir der gefallenen und verstorbenen Mitglieder des Musikvereins am Ehrenmal. Der 1. Vorsitzende Edgar Maiworm legt einen Kranz nieder. Anschließend beginnt ein zünftiger Frühschoppen im Festzelt, für den wir die „Original Mencksberger Schützenhof-Musikanten“ gewinnen konnten. Bei guter Stimmung klingt das Jubiläumsfest am späten Nachmittag langsam aus. Man wird sich später gerne an dieses gelungene Fest erinnern. Neben den vielen Terminen anlässlich des Jubiläumsfestes sind wir natürlich wie in jedem Jahr auf mehreren Schützenfesten präsent. Zum ersten Mal übernimmt der Verein die musikalische Gestaltung des Schützenfestes in Ottfingen. Außerdem nehmen wir am Musikfest in Rehringhausen und am Kreismusikfest zum 100-jährigen Bestehen des Musikvereins Gerlingen teil. Der St. Sebastianus-Schützenverein Olpe gibt eine neue CD mit dem Titel „Schützenfest in Olpe“ heraus, auf der auch wir mit einigen Märschen vertreten sind. Im Juni verabschiedet der Verein sein langjähriges aktives Mitglied Jojit Josè. Er geht mit seiner Familie zurück auf die Philippinen, um die von seinem verstorbenen Vater hinterlassene Reisplantage weiter zu bewirtschaften. Als 1. Klarinettist war er 13 Jahre aktives Mitglied unseres Musikvereins. Auch wir sind nun im Internet zu finden. Unter „www.mv-sassmicke.de“ kann man sich über den Musikverein informieren.

2002
Schriftführerin Diana Grebe tritt zurück. Nachfolgerin wird Christina Schlimm. Neue 2. Beisitzerin (stellv. Schriftführer) ist Diana Grebe. Das Chorfest der Chorgemeinschaft Wenden findet in diesem Jahr in Schönau statt. Organisator ist der Männergesangverein Schönau Altenwenden. Wir verschönern die HL. Messe musikalisch. Anschließend findet im Festzelt ein Frühschoppen statt. Die 1835 erbaute Brücke über die Bigge in Saßmicke war den baulichen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Nach sechsmonatiger Bauzeit (Juni 2001 bis Dez. 2001) wird die neue verbreiterte Brücke fünf Monate später auf unserem Patronatsfest am 16. Mai eingeweiht. Herr Pastor Steiling nimmt die Einsegnung vor, wir umrahmen die Einweihung mit feierlicher Musik. Anlässlich des goldenen Priesterjubiläums von Herrn Pastor Müller bringen wir im Lorenz-Jäger-Haus ein Ständchen. Zum 25-järigen Bestehen des gemischten Chores Dahl-Friedrichsthal hat man den Musikverein hat man den Musikverein für ein Frühschoppenkonzert verpflichtet. Neben den Gefallenenehrungen in Saßmicke – Volkstrauertag – und Dahl -Totensonntag – gestalten wir in diesem Jahr am Vorabend des Volkstrauertages auch die Abendmesse und Kranzniederlegung in Rüblinghausen mit. Durch viele freiwillige Arbeitsstunden bekommt der Anbau unseres Musikhauses ein Satteldach. Zum wiederholten Mal unternimmt der Musikverein wieder dreitägigen Ausflug nach Berlin.

2003
In der Biggeseehalle in Sondern findet das Kreisdelegiertentreffen der Schützenvereine statt. Der Schützenverein Rüblinghausen, als Ausrichter der Tagung, hat uns für den musikalischen Beitrag verpflichtet. Begeistert waren die Besucher von unserem Frühlingskonzert in der Dorfgemeinschaftshalle Dahl, zusammen mit dem Männergesangverein Schönau-Altenwenden. Der St. Johannes-Schützenverein Saßmicke ist 100 Jahre alt geworden und feiert dieses mit einem Jubiläumsschützenfest. Wir begleiten den Schützenverein am Eröffnungstag mit Marschmusik zum Festzelt und sorgen für musikalische Unterhaltung beim Vogelschießen der Jungschützen. Erstmals spielen wir das Schützenfest in Heid, nehmen am Kreismusikfest in Altenhof und am Kreisschützenfest in Rüblinghausen teil. Durch viele Stunden Arbeit wird der Anbau unseres Musikhauses fertiggestellt. Während eines Gewitters stürzt ein Baum auf das gerade erst fertiggestellte Geländer des Anbaus.

2004
Der 2. Vorsitzende, Guido Butzkamm, steht bei der turnusgemäßen Neuwahl von Vorstandsmitgliedern nicht wieder zur Verfügung. Er war 17 Jahre im Vorstand tätig, davon 9 Jahre als 2. Vorsitzender. Der 1. Vorsitzende bedankt sich bei ihm für seine geleistete Arbeit. Zum neuen 2. Vorsitzenden wird Johannes Koj gewählt. Wir übernehmen das Konzert auf dem Dahler Schützenball und nehmen auf dem Schützenfest, anlässlich des 100jährigen Bestehens des Dahler Schützenvereins, am Festzug teil. Das Landesmusikfest NRW findet in diesem Jahr in Olpe statt. An der Organisation sind auch Mitglieder unseres Vereins beteiligt. 2 Vorstandmitglieder gehören dem Festausschuss an. Wir geben ein Platzkonzert auf dem Kurkölner Platz und wirken anschließend beim großen Festzug durch die Stadt Olpe mit. Nach vielen Jahren übernehmen wir wieder Festmusik auf dem Schützenfest in Berlinghausen. Nach 11 Jahren anstrengender, aber auch schöner Zeiten, beenden wir auf eigenen Wunsch unseren Einsatz in Garbeck. Unsere Musik kam dort immer gut an und wir gehen in Freundschaft auseinander. Nach Fertigstellung des Anbaus ist auch die Renovierung des Proberaumes abgeschlossen. Das Dach wurde verstärkt, die alte Decke durch eine Akustikdecke ersetzt. Boden und Wände wurden erneuert. Eine neue Heizung sorgt für angenehme Temperaturen, neue Fenster und Türen wurden eingesetzt. Unser Proberaum ist nicht wieder zu erkennen. Dieses wäre ohne den unermüdlichen Einsatz des 1. Vorsitzenden, mehrer Vereinsmitglieder sowie einigen anderen Helfern nicht möglich gewesen.

2005
Gleich mehrere Vorstandsmitglieder, nämlich die Schriftführerin Christina Schlimm, die 2. Beisitzerin Diana Grebe (stellv. Schriftführerin) und der 3. Beisitzer Gerold Hesse (stellv. Kassierer) treten zurück. Neu in den Vorstand gewählt werden Sandra Kleine als Schriftführerin, Jörg Sondermann als 2. Beisitzer (stellv. Schriftführer) und Christian Jenne als 3. Beisitzer (stellv. Kassierer). Im Mai stirbt der langjährige und verdienstvolle Kapellmeister und Ehrendirigent Hermann Burghaus. Er leitete 25 Jahre die Kapelle und gehörte 30 Jahre dem Vorstand an. Er hat den Verein auf ein hohes Niveau geführt und ihn weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt gemacht. Zusammen mit dem Musikzug der freiw. Feuerwehr Bergerhof begleiten wir ihn zur letzten Ruhestätte.

2006
Der 2. Beisitzer Jörg Sondermann tritt zurück. Nachfolger ist Dieter Hesse. Genau nach 10 Jahren hatte der St. Sebastianus Schützenverein Olpe uns wieder für das Konzert auf dem Olper Schützenball verpflichtet, welches bei den Zuhörern großen Anklang findet. Nach der Polonaise, die vom Königspaar Dr. Thomas und Regine Schlösser angeführt wird, kommen wir um mehrere Zugaben nicht herum und werden mit viel Beifall belohnt. Anlässlich unseres 80-jährigen Bestehens gestalteten wir gemeinsam mit dem Männergesangverein Schönau-Altenwenden eine Heilige Messe. Anschließend sind alle aktiven und passiven Mitglieder, sowie einige Gönner des Musikvereins zu einem gemütlichen Beisammensein ins Musikhaus eingeladen. Nach langer Zeit übernehmen wir wieder die Festmusik auf dem Schützenfest in Sondern. Das Jugendorchester spielte anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Integrativen Kindergartens St. Laurentius Sassmicke. Im Rahmen der Umbau-und Renovierungsmaßnahmen bekam unser Musikhaus eine neue Haustür.

2007
Turnusmäßig finden Neuwahlen im Vorstand statt. Der bisherige 2. Vorsitzende Johannes Koj stellt sich nicht wieder zur Wahl. Sein Nachfolger wird Olaf Hesse. Das Amt des 1. Beisitzers ist mit dem des Kapellmeisters verknüpft. Da Ralf Burghaus den Dirigentenstab in diesem Jahr niederlegen wird, muss auch dieser Posten neu besetzt werden. Neuer 1. Beisitzer wird Julia Becker. Nach 8-jähriger Stabführung übergibt Ralf Burghaus den Taktstock an Daniel Ridder. Bei einem Abschiedskonzert im April wird dieser Akt offiziell vollzogen. Musikverein und Publikum bedankten sich bei Ralf Burghaus mit lang anhaltendem Beifall. Daniel Ridder wurde in Olpe (Sauerland) geboren und erhielt seinen ersten Musikunterricht 1995 auf der Posaune. Im Jahr 2000 wechselte er auf sein heutiges Instrument, die Tuba. Er studiert im letzten Semester an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Prof. Hans Nickel (WDR) mit dem Hauptfach Tuba. Neben dem Unterricht an der Hochschule erhielt er bei Ullrich Haas und Prof. Hans Gelhar Privatunterricht. Aushilfstätigkeiten in namhaften Sinfonieorchestern (Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, Duisburger Symphoniker, Südwestfälische Philharmonie) brachten ihn in seinem Studium weiter. Zurzeit hat er eine Festanstellung beim Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg. Er wirkte in den verschiedensten Orchestern bei CD Aufnahmen mit und ist solistisch immer wieder unterwegs. Daniel Ridder nimmt regelmäßig an Workshops teil und bildet sich bei den verschiedensten Ensembles fort. Zusammen mit dem Männergesangverein Schönau-Altenwenden und dem Frauenchor Vocale Unisono gestalten wir ein adventliches Konzert in der Schönauer Kirche. Anlass ist das Chorleiterjubiläum des Dirigenten des Männergesangvereins, Hubertus Schönauer.

2008
Der 3. Beisitzer Christian Jenne tritt zurück. Das Amt übernimmt die bisherige 1. Beisitzerin Julia Becker. Als 1. Beisitzer wird Kapellmeister Daniel Ridder gewählt. In diesem Jahr nahmen wir wieder an den Jubiläumsfestzügen verschiedener Vereine teil und zwar beim Spielmannszug Wenden zum 100-jährigen Bestehen, beim Schützenverein Kirchhundem 1908 e.V. sowie in Altenkleusheim zum 625-jährigen Dorfjubiläum. Nach mehrjähriger Pause wurde zusammen mit dem Schützenverein ein zweitägiges Oktoberfest gestaltet. Mit einem Jubiläumskonzert am Sonntagmorgen zum 20-jährigen Bestehen der „Original Sassmicker Blasmusik“ klang dieses gelungene Fest aus. Am 25. Dezember verstarb unser langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender Heinrich Hesse. Er war 18 Jahre Vorsitzender (von 1957 bis 1975), 3 Jahre 2. Beisitzer (von 1975 bis 1978). In der Generalversammlung im Januar 1990 wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Mit der gesamten Kapelle begleiteten wir ihn am 30. Dezember zur letzten Ruhestätte. Wir werden ihn nicht vergessen.

2009
Turnusgemäß tritt der 1. Vorsitzende zurück. Der 1. Vorsitzende Edgar Maiworm stellt sich nicht wieder zur Wahl. Der 2. Vorsitzende Olaf Hesse dankte Edgar Maiworm für seine langjährige, gute Zusammenarbeit. In seiner Amtszeit wurde der Anbau des Musikhauses sowie die umfangreiche Renovierung des Übungsraumes fertiggestellt. Er war 14 Jahre im Vorstand des Musikvereins tätig, davon 9 Jahre als 1. Vorsitzender. Von der Versammlung wird Andreas Bechheim als neuer 1. Vorsitzender gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen kann der 2. Vorsitzende Olaf Hesse nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen und tritt auch als 2. Vorsitzender zurück. Peter Bechheim stellt sich zur Wahl und wird von der Versammlung bestätigt. Für interessierte Kinder und Jugendliche, die ein Instrument erlernen wollen, veranstaltet der Musikverein eine Schnupperprobe in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle. Die Probe fand bei den Besuchern guten Anklang. Bereits ganz im Zeichen unseres Dorfjubiläums „600 Jahre Saßmicke“ stand das Frühjahrskonzert in der Dahler Halle. Zum Ende des ersten Konzertteils wird der „St. Johannes Nepomuk Festmarsch“ uraufgeführt. Der offizielle Festakt des Dorfjubiläums findet am Freitag vor dem Schützenfest im Festzelt auf dem Schützenplatz statt. Der Abend wird vom uns musikalisch mitgestaltet. Ebenfalls im Rahmen des Dorfjubiläums steht das Oktoberfest, auf dem am Samstag die gesamte Kapelle aufspielt. Der Sonntagmorgen wird von der „Original Saßmicker Blasmusik“ übernommen. Neben mehreren Schützenfesten spielen wir beim Kreisdelegiertentreffen der Schützenvereine im Schulzentrum Wenden und übernehmen den musikalischen Teil beim Kreisschützenfest in Schönau. Die „Original Saßmicker Blasmusik“ spielt auf der Hitzenalm für die ehemaligen Könige der Schützenbruderschaft Berlinghausen sowie zum zweiten Mal auf einem Oktoberfest im Westerwald.

2010
Peter Bechheim scheidet als 2. Vorsitzender aus dem Vorstand aus. Nachfolger wird Stefan Jenne. Nach 15 Jahren gibt Frank Hesse das Amt des Kassierers auf. Sein Nachfolger ist Gerd Uelhoff. Der bisherige Kassierer Frank Hesse wird als 3. Beisitzer (stellv. Kassierer) gewählt, da Julia Becker diesen Posten aus beruflichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Am 21. Februar stirbt unser langjähriges aktives Mitglied und ehemaliger Vorsitzender Paul Hesse. Mit der gesammten Kapelle geleiten wir Ihn zur letzten Ruhestätte. Beim Frühjahrskonzert in der Dorfgemeinschaftshalle in Dahl stand in diesem Jahr die musikalische Erkundung Frankreichs und der USA auf dem Programm. Die Resonanz des Publikums bestätigte die richtige Auswahl der Musikstücke. Der Musikverein Rehringhausen feiert sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass nehmen wir an dem dort stattfindenden Kreismusikfest des Volksmusikerbundes teil. Zum ersten Mal nach 1962 spielten wir wieder das Schützenfest in Rhode. Das auf dem Schützenfest Olpe verpflichtete Wehrbereichsmusikkorps 1 aus Neubrandenburg muß montags am 20. Juli kurzfristig bei einem Gelöbnis von 420 Rekruten vor dem Berliner Reichstag einspringen. Deshalb nehmen wir auch am Montag musikalisch am Olper Schützenfest teil. Nach insgesamt 20 Jahren Festmusik auf dem Schützenfest in Schönau spielen wir in diesem Jahr zum letzten Mal. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und Harmonie in all den Jahren hat uns der Schützenverein Schönau im Herbst zu einem Umtrunk ins Schützenheim eingeladen. Auch viele ehemalige aktive Mitglieder folgten der Einladung. Die „Original Saßmicker Blasmusik“ spielt auf dem Fünfertreffen der Schützenvereine in Dahl sowie bei der Einweihung des neuen Kunstrasens auf dem Dahler Sportplatz. Mit der seit langem unbedingt notwendigen Renovierung des Eingangs- und Thekenbereichs sowie der Toilettenanlagen, konnte im Herbst nun endlich begonnen werden. Es wurden Wände versetzt, Stromleitungen verlegt und eine neue Toilettenanlage eingebaut. Die Fertigstellung erfolgt im nächsten Jahr. Wegen der Renovierung findet die Weihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftshaus statt.

2011
Die Generalversammlung findet wegen der Renovierung des Musikhauses noch im Dorfgemeinschaftshaus statt. Kurze Zeit später, kann die Sanierung jedoch abgeschlossen werden. Nun können die Proben, Feiern und Feste wieder im Musikhaus stattfinden. Alle Besucher sind begeistert und voll des Lobes über die gelungene Gestaltung der neuen Räume. Mit Konzert und Tanzmusik gestalteten wir zu ersten Mal den Schützenball in Rhode. Das Motto des diesjährigen Frühjahrskonzertes in der Dahler Halle lautete: „Abenteuer Musik“. „Mit vollen Segeln“ geht es auf eine abenteuerliche Reise in ferne Länder. Erstmalig übernehmen wir die Festmusik auf dem Schützenfest in Neuenkleusheim. Die Stadt Olpe wird 700 Jahre alt. Wir beteiligen uns mit einem Platzkonzert auf dem Marktplatz sowie am großen Jubiläumszug durch die Stadt. Der St. Sebastianus Schützenverein Olpe feiert ebenfalls sein 700-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund nehmen wir bereits freitags am Schützenfest teil. Die „Original Saßmicker Blasmusik“ gratuliert der Firma Wiro zum 40-jährigen Bestehen und spielt auf dem Oktoberfest in Eichen.

2012
Bei den turnusmäßigen Vorstands-Neuwahlen auf der Generalversammlung stellt sich der 2. Beisitzer (stellv. Schriftführer) Dieter Hesse aus beruflichen Gründen nicht wieder zur Wahl. Sein Nachfolger wird Peter Schlimm. Das Frühjahrskonzert in der Dorfgemeinschaftshalle in Dahl stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Spirit of music“. Nach vielen Jahren Unterbrechung spielen wir wieder auf dem Schützenfest in Benolpe. Zusammen mit der Kapelle „Die fidelen Münchhäuser“ gestalten wir am Freitag vor unserem Schützenfest einen Konzertabend unter dem Motto „Preußens Gloria und Böhmischer Wind“. Den ersten Teil des Konzertes übernahm der Musikverein mit Märschen aus verschiedenen Ländern. Für Stimmung mit böhmischen Klängen im zweiten Teil sorgten „die fidelen Münchhäuser“. Im gut besuchten Festzelt fand das Konzert bei den Zuhörern großen Anklang. Beim Kreisschützenfest in Kirchhundem nimmt der Verein am großen Festzug teil. Neben den alljährlichen Vereinsfeiern fand eine Besichtigung der Krombacher-Brauerei statt.

2013
Der 2. Vorsitzende, Stefan Jenne, steht bei der turnusmäßigen Neuwahl von Vorstandsmitgliedern nicht wieder zur Verfügung. Zur neuen 2. Vorsitzenden wird Jennifer Schröder-Steiger gewählt. Nach 6-jähriger Dirigententätigkeit legt Daniel Ridder den Taktstock nieder. Nachfolger ist Ekkehard Kästel. Er ist Posaunist im Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg in Düsseldorf, studierte an der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf Posaune und schloss dieses mit dem Diplom für Orchestermusik ab. Zum Frühjahrskonzert in der Dorfgemeinschaftshalle Dahl konnte der Musikverein viele Zuhörer begrüßen. Unter dem Motto „Klangwelten“ wurden Melodien aus Elisabeth, Phantom der Oper, Evita, Hair und Abba präsentiert. Ein Highlight des Abends war ein großes Musical-Medley, das solistisch vom Jugendchor Chorioso Rüblinghausen und der Sängerin Katja Picker unterstützt wurde. Unter großem Beifall des Publikums fand gegen Ende des Konzertes die offizielle Verabschiedung des Dirigenten Daniel Ridder und die Übergabe an seinen Nachfolger Ekkehard Kästel statt. Wir nehmen an den Festzügen beim Kreismusikfest Bilstein sowie beim Musikfest „100 Jahre Musikverein Heid“ teil. Erstmalig gestalten wir gemeinsam mit dem Schützenverein ein Sommerfest. Wie schon im vergangenen Jahr gestalten wir zusammen mit der Kapelle „Die fidelen Münchhäuser“ am Freitag vor unserem Schützenfest einen Konzertabend unter dem Motto „Preußens Gloria und Böhmischer Wind“. Anlässlich des 250-jährigen Kirchenjubiläums St. Johannes von Nepomuk Saßmicke wird der Festgottesdienst sowie ein Adventskonzert mit mehreren Interpreten vom Musikverein musikalisch begleitet.

2014
Turnusgemäß treten der Schriftführer (bisher Sandra Kleine), der 1. Beisitzer (bisher Daniel Ridder) und der 3. Beisitzer (bisher Frank Hesse) zurück. Frank Hesse gehörte 22 Jahre dem Vorstand an. Alle drei Personen stellen sich nicht wieder zur Wahl. Als Nachfolger werden gewählt: Stefanie Grebe als Schriftführerin, Daniel Burghaus als 1. Beisitzer und Chris Schröder als 3. Beisitzer, gleich stellvertretender Kassierer. Nach den Jahren 1996 und 2006 hatte der St. Sebastianus Schützenverein Olpe uns wieder für das Konzert auf dem Olper Schützenball verpflichtet. Das Konzert fand bei den Zuhörern großen Anklang. Besonders beeindruckte Daniel Ridder mit seiner Solodarbietung „Blue Bells of Scotland“, German Prentki als Gastsolist bei der Ouvertüre „Dichter und Bauer“ am Cello sowie Katja Picker mit ihrem Gesang bei der von Daniel Ridder arrangierten „Musical Revue“. Nach langjähriger Pause übernehmen wir wieder die musikalische Gestaltung auf dem Schützenfest in Gerlingen. Wie bereits in den vorherigen Jahren gestaltete der Musikverein auch in diesem Jahr zum Auftakt des Saßmicker Schützenfestes ein Konzert unter dem Motto: „Preußens Gloria und Böhmischer Wind“. Diesmal wird das Konzert gemeinsam mit einer kleinen Besetzung der fidelen Münchhäuser „Egerländer 6“ ausgerichet. Wir spielen in der Hl. Messe an der Fatimakapelle anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Der Musik- und Schützenverein Sondern feiert das 90-jährige Jubiläum. Auch dort sind wir vertreten. Aus zeitlichen Gründen gibt unser Dirigent Ekkehard Kästel im Herbst sein Amt auf. Nachfolger ist der in Oranienburg bei Berlin geborene Uwe Krause. In Oranienburg besuchte er ab 1969 die Musikschule. Die Ausbildung umfasste Schlagzeug, Musiktheorie, Gehörbildung und Klavier. Von 1978 bis 1981 studierte er Orchestermusik/Schlagzeug, daran schloss sich ein Studium zum Diplom-Dirigenten am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau in den Jahren 1981 bis 1986 an. Von 1986 bis 1989 war er Chef des Marinemusikkorps Stralsund, anschließend Leiter des Stabsmusikkorps der Volksmarine in Rostock. Von 1990 bis 1992 arbeitete er als Dirigent beim Marinemusikkorps Ostsee. Seit 1992 ist sein beruflicher Mittelpunkt das Landespolizeiorchester NRW, als Arrangeur und Komponist. Nahezu 300 seiner Kompositionen sind bisher bei verschiedenen Verlagen erschienen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. In diesem Jahr verstarb unerwartet und für uns alle unfassbar unser aktives Mitglied und 1. Klarinettist Johannes Koj. Johannes war über 24 Jahre durch seine Freude an der Musik aktiv mit unserem Verein verbunden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

2015
Der 1. Vorsitzende, Andreas Bechheim und der 2. Beisitzer (stellv. Schriftführer), Peter Schlimm treten turnusgemäß zurück. Andreas Bechheim übergab die Leitung der Versammlung an die 2. Vorsitzende Jennifer Schröder-Steiger. Da in der Versammlung kein/e Kandidat/in für das Amt des 1. Vorsitzenden gefunden werden konnte, stellte sich die 2. Vorsitzende Jennifer Schröder-Steiger als kommissarische Vorsitzende zur Verfügung. Als neuer 2. Beisitzer (stellv. Schriftführer) wurde Dennis Hesse gewählt. Eine „Gelungene Premiere“ attestierte die Presse unserem neuen Dirigenten Uwe Krause, der erstmalig unser Frühjahrkonzert in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle dirigierte. Für das anspruchsvolle und facettenreiche Programm mit modernen, traditionellen und klassischen Werken bedankten sich die Zuhörer mit lang anhaltendem und anerkennendem Applaus. Erstmals seit 1988 spielen wir wieder das Schützenfest in Dahl. Nach der Restaurierung unseres unter Denkmalschutz gestellten Backhauses im Jahr 1990 sind 25 Jahre vergangen. Die Festmesse auf der Jubiläumsfeier wird von uns musikalisch mitgestaltet. Die Egerlandbesetzung „Original Saßmicker Blasmusik“ übernimmt anschließend den Frühschoppen vor dem Backhaus. Ausrichter des diesjährigen Stadtschützenballs in Olpe ist der St. Johannes-Schützenverein Saßmicke. Wir übernehmen den musikalischen Teil. Das Blechbäserquintett des Musikvereins gestaltet das meditative Adventskonzert in der St. Johannes-Nepomuk-Kirche in Saßmicke mit. Am Nachmittag vor der Weihnachtsfeier wurde statt der in den letzten Jahren üblichen Wanderung eine Planwagenfahrt unternommen. Neben mehreren Schützenfesten spielen wir seit vielen, vielen Jahren die Prozessionen auf Christi-Himmelfahrt und Fronleichnam in Olpe, die Prozession zur Fatima-Kapelle in Saßmicke. Nach der Fronleichnamsprozession spielt unsere Egerlandbesetzung „Original Saßmicker Blasmusik“ neben der St. Martinus-Kirche zum Frühschoppen auf. Den Marienheide-Wallfahrern bereiten wir oberhalb des Dorfes einen festlichen Empfang. Die Dorfbewohner erfreuen wir traditionsgemäß auf unserem Patronatsfest am 16. Mai mit einem Platzkonzert. Bis 1999 fand dieses vor der Gastwirtschaft Arens, ab 2000 vor der Kirche statt. Wir marschieren mit dem Schützenverein Saßmicke am Volkstrauertag und mit dem Schützenverein Dahl am Totensonntag zur Kranzniederlegung für die gefallenen Soldaten zum Ehrenmal und spielen dort „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Wir begleiten die Martinszüge in Saßmicke und Dahl. Am Heiligen Abend spielen wir vor der Kirche in Saßmicke Weihnachtslieder für die Dorfbevölkerung. In der Christmesse am 1. Weihnachtstag sorgen wir für eine festliche Stimmung.

2016
Nachdem im vergangenen Jahr niemand für das Amt des 1. Vorsitzenden gefunden werden konnte, stellte sich nun Rainer Hesse zur Wahl. Er wurde einstimmig von der Versammlung gewählt. Er dankte der 2. Vorsitzenden Jennifer Schröder Steiger, die den Verein ein Jahr lang kommissarisch geleitet hatte. Turnusgemäß stand der Posten der 2. Vorsitzenden zur Wahl an. Jennifer Schröder-Steiger stellte sich nicht wieder zur Wahl. Jörg Sondermann wurde als Nachfolger in den Vorstand gewählt. Stefanie Grebe trat als Schriftführerin zurück. Als Nachfolgerin wurde Christine Wefels gewählt. Der 3. Beisitzer (stellvertretender Kassierer) Chris Schröder trat ebenfalls zurück. Sein Nachfolger ist Timo Bechheim. Der Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen.
1. Vorsitzender: Rainer Hesse
2. Vorsitzender: Jörg Sondermann
Schriftführerin: Christine Wefels
Kassierer: Gerd Uelhoff
1. Beisitzer: Daniel Burghaus
2. Beisitzer: Dennis Hesse (stellv. Schriftführer)
3. Beisitzer: Timo Bechheim (stellv. Kassierer)

In der Generalversammlung wurde das Eintrittsalter für passive Mitglieder auf 18 Jahre herab gesetzt. Die Aufnahme erfolgt durch den Beschluss des Vorstandes. Bisher lag das Eintrittsalter bei 30 Jahren. Die Aufnahme konnte nur durch einen Beschluss in der Generalversammlung erfolgen. Der Musikverein ist am 21. Februar 90 Jahre alt geworden. Unter der Leitung unseres Dirigenten Uwe Krause fand im Frühjahr in der Dahler Dorfgemeinschaftshalle ein Jubiläumskonzert statt. In der Begrüßungsansprache erwähnte der 1. Vorsitzende Rainer Hesse unsere „Auslandseinsätze“ in Paris und auf den Philippinen. Grund genug, das Konzert „AROUND THE WORLD“ zu benennen. Die Zuhörer erlebten in der vollbesetzten Halle eine musikalische Reise um die Welt, die vom Publikum mit stehenden Ovationen belohnt wurde. Nach der Zugabe ertönte der Geburtstagsmarsch. Aus dem Publikum wurde ein vielstimmiger Chor, der dem Verein singend gratulierte. Der Martinszug in Dahl, seit vielen Jahren von uns mitgestaltet, wurde von einem WDR-Fersehteam aufgezeichnet und am gleichen Abend in der Sendung „Lokalzeit Südwestfalen“ ausgestrahlt.